Ein Meisterwerk von Carlo Crivelli ist in einem kleinen Dorf des Piceno erhalten
Montefiore dell’Aso bewahrt die erhaltenen Teile eines großen Polyptychons des venezianischen Meisters, der die Marken zur Wahlheimat machte.
Quellen geprüft:

Ein Altarbild als Puzzle
In Montefiore dell’Aso bewahren sechs Tafeln im Carlo-Crivelli-Saal des Museums San Francesco Teile eines größeren Werks. Sie stammen vom Altarbild für San Francesco, datiert auf etwa 1471–1473. Die heutige Anordnung zeigt nicht das vollständige ursprüngliche Ensemble. [1]
Oben erscheinen der heilige Antonius, die heilige Klara und der heilige Ludwig; unten Katharina von Siena, Petrus und Maria Magdalena. Ihre Namen erschließen auch den franziskanischen Auftrag: Diese Bilder richteten sich an eine bestimmte Gemeinschaft. [1]
Die Geschichte einer Zerstreuung
Das Altarwerk wurde zerlegt; Teile gelangten um die Mitte des 19. Jahrhunderts auf den Kunstmarkt. Die Region nennt etwa den heute in Brüssel befindlichen Franziskus. Montefiore erzählt damit auch die materielle Geschichte eines auseinandergerissenen örtlichen Erbes. [2]
Folge jeweils einem Detail: einer Handkontur, einem Stoff, der Haltung Magdalenas. So lässt sich der Blick verlangsamen. Die sechs Tafeln ermöglichen eine unmittelbare Begegnung mit der Bildsprache des Malers in der Landschaft seines Wirkens.
Crivelli in seiner Landschaft besuchen
Prüfe vor der Anreise Öffnung und Zugang zum Carlo-Crivelli-Saal. Der Komplex beherbergt mehrere Sammlungen: Plane Zeit für das Museum ein, statt die Tafeln nur rasch zu fotografieren und weiterzufahren. [2]
Ergänze Ascoli Piceno mit dem im regionalen Crivelli-Rundgang genannten Domaltar. Der Vergleich eines erhaltenen mit einem zerstreuten Ensemble macht etwas Abstraktes greifbar: Der Ort verändert nicht nur, wo wir ein Werk sehen, sondern auch, wie wir es verstehen. [3]